Ausstellungen und Veranstaltungen

Deutsche Börse AG, The Cube, Eschborn

Im Jahr 2019 feiern wir das 20-jährige Bestehen der Art Collection Deutsche Börse mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen. Unter dem Motto „From another perspective" haben wir Experten dazu eingeladen, ihren Blick auf die Sammlung mit uns zu teilen. So entsteht ein vielfältiger, immer wieder wechselnder Einblick in die wichtigsten künstlerischen Positionen der Art Collection Deutsche Börse.

Den Auftakt des Jubiläumsprogramms bildet die vom britischen Fotografen Martin Parr kuratierte Ausstellung „We love Photography!", die seine Auswahl von rund 130 Arbeiten von 56 Künstlern aus der Art Collection Deutsche Börse zeigt. Die Ausstellung vereint Größen der Fotografiegeschichte wie Walker Evans oder Diane Arbus ebenso wie bedeutende Vertreter der Dokumentarfotografie wie Bruce Davidson, Philip Jones Griffiths oder Susan Meiselas, aber auch jüngere Künstler wie Mike Brodie, Beate Gütschow oder Geert Goiris.

„Die Fotografie scheint, wie wir alle wissen, die Kunstform der heutigen Zeit zu sein. Fotografie ermöglicht jedem von uns, sein Verhältnis zu unserer komplexen, sich stetig verändernden Welt zu veranschaulichen und auszuloten. Die Art Collection Deutsche Börse, ebenso wie die Bilder, die ich für diese Ausstellung ausgewählt habe, sind so umfassend wie vielfältig; die meisten bedeutenden Entwicklungen in der Fotografie der jüngsten Vergangenheit finden sich hier wieder.", sagte Martin Parr über sein Konzept.

Der Brite Martin Parr zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Fotografie. Er ist Mitglied der renommierten Fotoagentur Magnum, Kurator, Sammler und hat mit der Martin Parr Foundation eine eigene Stiftung für Fotografie gegründet. Zudem ist Parr mit seinen Arbeiten seit vielen Jahren in der Art Collection Deutsche Börse vertreten.

Sie können die Ausstellung nach Voranmeldung im Rahmen von Führungen besichtigen.

www.deutscheboersephotographyfoundation.org

GREY IS THE NEW PINK betrachtet die unterschiedlichen Ideen und Entwürfe zum Thema Alter(n) aus kulturwissenschaftlichen, künstlerischen sowie persönlichen und individuellen Perspektiven. Wie Bruchstücke einer Lebenserinnerung fügt die Ausstellung den individuellen Umgang mit Themen wie Lifestyle, Liebe und Sexualität, Weitergabe von Wissen, Langlebigkeit, Krankheit, Gesundheit und Tod zu einer Anthologie des Alterns zusammen.

In der Ausstellung nähern sich internationale Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Lyriker aber auch jüngere und ältere Menschen aus der Bevölkerung dem Thema Alter(n) in Fotografien, Filmen, Literatur, Zeichnungen sowie Raum- und Multimedia Installationen und Performances an. Zahlreiche Fotografien und Objekte aus den Sammlungen Afrika, Amerikas, Südostasien, Ozeanien und Visuelle Anthropologie sowie Werke der Bibliothek des Weltkulturen Museums erweitern die Perspektiven auf die Thematik. Mit Spielekonsolen können Sie Ihre Gehirnfunktionen trainieren und sich an der „Weltkulturen Wasserbar” erfrischen.

Weltkulturen Museum
Ein Museum der Stadt Frankfurt am Main
Schaumainkai 29-37
60594 Frankfurt am Main

www.weltkulturenmuseum.de

Jüdisches Leben in Lublin – Straßenfotografien der 1930er Jahre

Deutsches Polen-Institut, Karl-Dedecius-Saal, Residenzschloss, Marktplatz 15, Darmstadt

Veranstalter: Deutsches Polen-Institut in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich- jüdische Zusammenarbeit Darmstadt e.V.

Jüdische Schulkinder schlendern in Zweierreihen durch die Einkaufsstraße, daneben Fuhrwerke, überall rege Betriebsamkeit: Bilder aus dem Jüdischen Viertel des polnischen Lublin der 1930er Jahre hat der 1987 verstorbene Fotograf Stefan Kiełsznia aufgenommen. Die Stadt wurde 1939 von den Deutschen besetzt, tausende Lubliner Juden wurden in die Lager verschleppt und ermordet. Die Fotos stammen aus dem Lubliner Archiv Brama Grodzka. Die Bilddokumente werden um Texttafeln und weitere Fotografien aus dem heutigen Lublin ergänzt. Die Ausstellung soll nach den Worten des Kurators Günter Pabst die Erinnerung an die vom nationalsozialistischen Rassenwahn zerstörte jüdische Welt wachhalten.

Deutsches Polen-Institut

Residenzschloss / Marktplatz 15
64283 Darmstadt

Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag: 9 – 17 Uhr, Freitag: 9 – 13 Uhr

www.deutsches-polen-institut.de

Die Opelvillen würdigen Litauens bekanntesten Fotografen Antanas Sutkus. Der 1939 bei Kaunas geborene Sutkus begann in den 1950er-Jahren, die Menschen seines Heimatlandes Litauen zu fotografieren, und zählt zu den großen humanistischen Fotografen Europas. Kunstpolitischen Doktrinen der Sowjetherrschaft folgte Sutkus nicht, so dass er viele seiner Fotografien erst nach 1990 veröffentlichen konnte. Fotogeschichte schrieb Sutkus auch durch eine Aufnahme von Jean-Paul Sartre. 1965 besuchte der französische Philosoph gemeinsam mit Simone de Beauvoir Litauen und erklärte sich einverstanden, dass Sutkus ihn auf der fünftägigen Reise fotografierte. In Nida auf der Kurischen Nehrung gelang dem jungen Litauer jenes Foto von Sartre, das zur Ikone wurde. Es zeigt den existenzialistischen Schriftsteller beim Streifzug in den Dünen als Diagonale im Raum, gegen den Wind gestemmt, im dunklen Mantel auf hellem Sand.

Vernissage am Sonntag, 27. Januar 2019 um 11 Uhr

Öffnungszeiten:
Mi. 10-18 Uhr, Do. 10-21 Uhr
Fr. bis So. 10-18 Uhr

http://www.opelvillen.de

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